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| Tierra del Fuego - Lago Blanco |
Ushuaia – unser großes
Reiseziel – lag nun hinter uns und um diesen Abschnitt des Abenteuers setzen zu
lassen, brauchten wir erstmal eine kurze Pause. Der Lago Blanco auf der
chilenischen Seite von Feuerland bot dafür den idealen Platz. Während wir durchatmeten
und zur Ruhe kamen, verfeinerten wir unsere Brotbackfähigkeiten (mit Zwiebeln
und Knoblauch – nur zu empfehlen!), beobachteten Leute – aus Ermangelung einer
eigenen Rute – beim erfolglosen angeln und genossen das unerwartet windstille
und warme Feuerland.
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| Pampa auf Feuerland |
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| Magellanpinguin |
Als es aber zu regnen anfing,
brachen wir unser Camp ab und fuhren nun endgültig Richtung Norden. Entlang der
argentinischen Atlantikküste gab es nicht viel zu sehen und so bestanden unsere
Tage aus fahren durch endlose Steppen, unterbrochen von wenig attraktiven
Küstenorten und Ölpumpen. Einen lohnenswerten Zwischenstopp legten wir
allerdings im Nationalpark Monte Leon ein. Hier wanderten wir durch sanfte
trockene Hügel zum Meer, an dessen Strand sich zehntausende Magellanpinguine
tummeln. Ganz nah und ohne jegliche Scheu putzten und räkelten sie sich auch am
Wegesrand und ermöglichten uns so einen herrlichen Blick auf diese niedlichen
Geschöpfe.
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| an der Atlantikküste |
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| mal wieder Minusgrade |
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| im NP Monte Leon |
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| nichts als Nichts! |
In Comodoro Rivadavia, einem
wirklich hässlichen Ort inmitten von Ölfeldern, bogen wir ins Landesinnere Richtung
Westen ab. Da der patagonische Wind auch hier noch keine Ruhe geben wollte,
sahen wir zu, dass wir die knappen 600km zum Andenrand in kürzester Zeit
schafften. Die Landschaft wurde zunehmend hügeliger bis wir in den Ort Esquel
bogen, wo wir uns plötzlich nicht nur zwischen hohen Bergen wieder fanden,
sondern auch in Wäldern. Sofort wurde uns die Gegend sehr sympathisch, auch
wenn die Temperaturen noch nicht die wünschenswerte Marke (eine wenigstens
zweistellige Zahl) erreicht hatten. Das sollte sich am nächsten Tag schlagartig
ändern und in dem Hippi-Touristenort El Bolson warfen wir die Jacken und
Pullover von uns.
Unser Ziel für diesen Monat
lag nun direkt vor unserer Nase: der Nationalpark Nahuel Huapi und der sich
nördlich anschließende Nationalpark Lanin.
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| Kirche in Bariloche |
Den ersten Halt durch die
argentinische Seenregion legten wir in San Carlos de Bariloche ein, in der
Hoffnung auf reichlich Informationsmaterial über die Region. Diese wurde uns
aber gleich durch eine verrückt artikulierende Dame in der Touristeninformation
zunichte gemacht und so mussten wir auf unseren Lonely Planet und die
vorhandenen Wegweiser bauen.
Einer davon machte uns auf
eine 4x4 Strecke hinauf zu einem Refugio aufmerksam. Donkey meisterte den
wirklich steilen Anstieg ohne Probleme und machte uns damit mächtig stolz. Mit
der
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| wo andere einen Lift brauchen... |
Erlaubnis des Almhirten schlugen wir unser Zelt vor einem der
spektakulärsten Ausblicke unserer Reise auf. Der große See Lago Nahuel Huapi
und einige weitere kleine Seen lagen eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln
unter uns. Da dieser Anblick so faszinierend war, stellten wir den Wecker für
den nächsten Morgen auf 5:30Uhr, um den Sonnenaufgang zu erleben. Als die Sonne
sich dann endlich gegen 7:00Uhr zeigte, bot uns die Natur ein unglaubliches
Schauspiel. An diesem tollen Ort, zu dieser frühmorgendlichen Stunde hatten wir
wieder einmal das Gefühl alles genau richtig gemacht zu haben!
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| Camp über der Seenplatte |
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| auf der Alm |
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| über den Wolken |
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| typische Landschaft um San Martin |
Die Straße führte weiter
durch die bewaldete Andenkette an vielen schönen Seen vorbei. Hier und da
machten wir Pause, um die Landschaft zu genießen, kleinere Wanderungen zu
unternehmen und dieses Leben voll auszuschöpfen.
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| tolles Camp! |
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| Einladung zum Asado - lecker!!!! |
Bald schon erreichten wir den
hübschen im alpendörflichen Stil errichteten Ort San Martin de los Andes. Die
Landschaft war traumhaft und die Schokolade schmeckte lecker und so stand für
uns fest: in dieser Gegend würden wir einige Tage verbringen. An dem nahe
gelegenen See fanden wir einen tollen Campingplatz wo wir Feuer machten, zu Fuß
an den Strand gelangten, schwammen, uns in der Sonne räkelten und Argentiniern
bei einer Autopanne halfen. Zum Dank für das Ausleihen einer Metallsäge wurden
wir gleich zum Asado eingeladen und durften wieder Zeuge werden wie kiloweise
Rind auf dem Grill garten.
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| Mhhhhhh.....! |
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| "Strandtag" |
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| idyllischer Campingplatz! |
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| heiße Quellen kurz vor der Grenze |
Nach einem mit Internet und
Einkauf überstandenen Regentag fuhren wir in Richtung Paso Carirrine, um noch
ein letztes Mal nach Chile einzureisen. Wir können es nicht oft genug sagen:
die Landschaft mit ihren Bergen und Seen war auch auf dieser Strecke
unglaublich toll und einfach wunderschön.
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| dem Arbeitstempo angepasst |
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| beim Pflaumenklau |
In Chile fuhren wir auf
altbekannten Wegen durch den nördlichen Teil der Seenregion. Vor gut drei
Monaten waren wir schon einmal auf dieser Route unterwegs, allerdings im Nebel,
Regen und Schnee. Jetzt wollten wir das Ganze bei Sonnenschein erleben und
tatsächlich war uns das Glück hold: das Wetter was stabil, schön und warm.
Nachdem wir einen Nachmittag mit Stefan, einem Münchner (der allein mit seinem
Wohnmobil Südamerika bereist), angenehm verlebten, besuchten wir den
Nationalpark Conguillio. Einer der aktivsten Vulkane Südamerikas bildet das
Zentrum und natürlich die Hauptattraktion des Parks. Von der Schotterpiste und
von einigen Wanderungen aus bestaunten wir die bizarre Landschaft, die die
erkalteten Lavaströme umrahmt von Araukarienwäldern boten.
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| Camping unter Araukarien |
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| toller Ausblick als Belohnung |
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| Vulkan Conguillio |
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| man gönnt sich ja sonst nichts! |
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| Jule in ihrem Element |
Außerdem wurde hier wieder
unser Sammlertrieb wach. In der Grenzregion beluden wir Donkey schon reichlich
mit selbst gepflückten Brombeeren und Pflaumen, nun sammelten wir in dem
Nationalpark noch säckeweise Pinones – die Früchte der Araukarien. Diese
sollten allerdings nicht die einzigen kulinarischen Highlights in Chile
bleiben. Von dicken saftigen Rindfleischstücken, Garnelen und Muscheln, über
guten Wein und eine am Straßenrand gefundene Johnny Walker Flasche (original
verpackt!) zu frischen Fisch und kürzlich geernteten Äpfeln, Weintrauben und
unheimlich süßen Erdbeeren war und ist alles auf unserer Speisekarte. Also
keine Sorge: uns geht’s auf unseren letzten Wochen hervorragend!!
Nachdem wir vor etwa drei
Wochen die Atlantikküste hinter uns gelassen hatten, verließen wir vor wenigen Tagen den Pazifik mit seinen teilweise hübschen Küstenorten, den Seelöwen und
Pelikanen, den hohen Wellen und seinem rauem Klima.
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| Seelöwenkolonie |
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| hübsches Fischerdorf |
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| Ruta del Mar am Pazifik |
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| in den Weinbergen |
Nun befinden wir uns in der
größten Weinregion Chiles, probieren hoffentlich noch einige der edlen Tropfen
und sind überrascht und angetan von dem mediterranen Klima und den wirklich
schönen Dörfern. Eine kurze Zeit gönnen wir uns noch in der ruhigen entspannten
Gegend bis wir wieder in die Großstadt einfallen, um mit Lore und Dani zu
feiern, essen, wenig schlafen und Spanisch zu lernen… Santiago wir kommen!
Viele Grüße,
Jule und Steffen
Fleisch!!!
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